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Teil 6:                               Broome

FR.   09.03.     Tag 22         Broome                                   60km  (9780)

Ein paar Sätze zu Broome: 1888 nach dem damaligen Gouverneur von Western Australia, Sir Frederick Napier Broome benannt, entwickelte sich der Ort Anfang des 20. Jahrhunderts zum Perlenzentrum der Welt. An die 400 Luggers (Perlenfischerboote) operierten von hier aus. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs kam der Perlenhandel zum Erliegen. Auch während des II. Weltkrieges war Broome Kriegsschauplatz. Hätte man später keine Perlenzucht eingeführt, wäre wohl aus dem Nest eine Geisterstadt geworden. Seit den 80er Jahren bekam der Ort immer größere Bedeutung durch den Tourismus, vor allem die kilometerlange Cable Beach zieht die Besucher an. Der 22km lange Badestrand gilt als einer der Besten weltweit. Besonders zu erwähnen ist der Tidenhub, zwischen Ebbe und Flut steigt das Wasser um sage und schreibe zehn Meter an!

unsere Villa im Habitat - Resort

Während unserer ersten Nacht im Luxus-Appartement konnte niemand so richtig schlafen. Cyclone George, der schon für die Überschwemmungen im Northern Territory verantwortlich war, hatte nun mit einem Ausläufer die Küstenregion um Broome erreicht. Mittlerweile waren alle unbefestigten Strassen in der Umgebung gesperrt. Sogar der Great Northern Highway nach Port Hedland sei überschwemmt, teilte man uns im Visitors Center mit.

Wir spazierten durch die historische Altstadt (Chinatown) und durchstreiften die zahlreichen Geschäfte und Boutiquen, alles auf Tourismus getrimmt.

Sun Pictures, ältestes Freiluftkino der Welt

dieses Denkmal erinnert an die zahlreichen Opfer des Perlentauchens

Ansonsten war der Tag zur Erholung gedacht, dem entsprechend verbrachten wir die meiste Zeit am Pool.

die Poolanlage, direkt vor unserem Bungalow

SA.   10.03.     Tag 23         Broome                                  40km  (9820)

Wieder ein Tag ohne viel Hektik. Broome liegt auf einer ca. 5 x 10 großen Halbinsel, diese wollten wir etwas mit dem Auto erkunden. Erstes Ziel war der Entrance Point, an der Spitze der Peninsula gelegen.

Entrance Point

Danach statteten wir dem berühmten Cable Beach einen Besuch ab, waren allerdings nicht so begeistert. Durch die vom Cyclone George aufgewühlte See hatte der Strand einiges von seiner Glorie verloren, zudem war der Sand durch angespültes Strandgut ziemlich in Mitleidenschaft gezogen.

Cable Beach

Am Nachmittag stand der Besuch des Krokodilparks von Malcom Douglas auf dem Programm. Er gilt als Vorbild für die Filmfigur „Crocodile Dundee“. Bis auf Petra, die nicht an den Echsen interessiert war, trafen wir pünktlich zur Fütterung der Tiere im Park ein. Von unserem Guide David erfuhren wir alles wissenswertes über die Urzeittiere. Zum Abschluß der Führung durften wir einen kleinen „Croc“ streicheln, unglaublich, wie angenehm sich seine Lederhaut anfühlte.

    Malcom

ein Prachtkerl

annähernd dreihundert Echsen befinden sich im Park

dieser Bursche namens "Disaster" wiegt eine halbe Tonne und misst über sechs Meter!

Sabine mit einem Mini-Croc

Den Abend verbrachten wir am runden Tisch auf der Veranda. Unter der Beobachtung eines Laubfrosches versteckten wir noch den ein- oder anderen Drink.

Mitbewohner

unser Getränkekonsum ist enorm!

SO.   11.03.     Tag 24         Broome                                  80km  (9900)

Das Wetter hatte sich mittlerweile etwas gebessert. Cyclone George hatte zwei Menschen das Leben gekostet und in der Region um Port Hedland viel Unheil angerichtet. Zwar hatte er über dem Festland seine Kraft verloren, dafür war ein zweiter, Cyclone Jacob, auf dem Weg zur Küste. Da seine Ankunft auf den Tag unserer geplanten Weiterreise fiel, geriet unsere Planung zu kippen.

Da wieder kein richtiges Badewetter war, besuchten wir am Vormittag ein Weingut außerhalb der Stadt. Statt aus Trauben wird der edle Tropfen aus Mangofrüchten hergestellt. Bei einer Weinprobe konnten wir von seiner Qualität überzeugen. Lecker....

Weinprobe

Nach dem Mittagessen, Achim und Didi zauberten Pfannkuchen, fuhren wir abermals zur Cable Beach. Mehr als einen Strandspaziergang absolvierten wir allerdings nicht, zum Baden war die See zu aufgewühlt.

Beach-Life

ein Seekabel, zwischen Broome und Java verlegt, gab dem Strand seinen Namen

Auf dem Rückweg checkten wir noch das Internet, tankten das Auto auf und kauften im Woolworth-Markt ein. Nach Rindersteaks und Hühnerbrüsten zum Abendessen wurde die letzte Whiskey-Flasche vom Duty Free geleert.....

Brummbär, Brombeere und Broome-Bär

... auch der letzte Tropfen ist geschafft!

MO.   12.03.     Tag 25         Broome                                  50km  (9950)

Noch immer waren wir im Ungewissen darüber, ob wir wie geplant abreisen können. Cyclon Jacob sollte heute das Festland erreichen, also galt es abzuwarten, in wie weit die Strassen passierbar bleiben würden.

Das Wetter hatte sich hier gebessert, zwar hingen noch dicke Wolken am Himmel, doch blitzte die Sonne des öfteren durch sie hindurch. Sabine und ich nutzten den Vormittag zu einem ausgedehnten Spaziergang entlang der Roebuck-Beach, während unsere Mitbewohner mit dem Auto in die Stadt fuhren, um durch die Geschäfte zu bummeln.

Roebuck - Beach

Sun Picturs

Am Nachmittag schnappten dann wir uns den Van. In einem Internetcafe wurde die Homepage aktualisiert. Während dessen entspannten sich der Rest der Crew am Pool.

am Pool

Von unseren Bungalow-Nachbarn hatten wir den Tipp bekommen, frischen Fisch bei einem Händler zu organisieren. So kauften wir ein Dutzend Filets, mit Salzkartoffeln und einer tollen Sauce, für die sich Petra verantwortlich zeichnete, genossen wir das bislang beste Abendessen der Reise.