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Teil 6:   Rückreise nach San José und Heimflug über Atlanta

über die Cordillera de Talamanca fahren wir zurück nach Alajuela

Nach knapp 2 Wochen und 1000 km über teilweise schreckliche Strassen hatten wir keinerlei Probleme mit unserem Auto, doch auf dem allerletzten Kilometer Schotterpiste hatte es uns dann doch noch erwischt: Plattfuss! Glücklicherweise war eine Autowerkstatt in der nähe und für 2 USD wurde uns der Ersatzreifen fachmännisch aufgezogen. Der alte Reifen war allerdings nicht mehr zu Flicken, so mussten wir die letzte Etappe ohne Ersatzrad angehen.

in Costa Rica ein häufiges Bild am Strassenrand

Ohne großen Zeitverlust konnten wir weiterfahren. Heinz hatte uns ein nettes Restaurant empfohlen, hier frühstückten wir bei herrlicher Aussicht mit einem letzten Blick auf die Pazifikküste. Am späten Vormittag erreichten wir die Provinzhauptstadt San Isidro. Es war der 8. Dezember, in Costa Rica Feiertag; Mariä Empfängnis. An der Kathedrale der Stadt war gerade eine Prozzesion Gläubiger unterwegs.

Frühstück mit Aussicht bei Platanillo

die Kathedrale von San Isidro

Von San Isidro sind es nur noch etwa 140 Kilometer über die "Panamerikana" bis nach San José. Nach einer Stunde erreichen wir am "Todesberg", dem "Cerro de la Muerte" den höchsten Punkt der Strasse in Zentralamerika. Auf 3300 m ü.M. hat man hier an wolkenfreien Tagen Sicht auf den Pazifik im Westen und den Atlantik im Osten. Für uns gab es natürlich wieder einmal nur Wolken zu sehen - naja, wenigsten regnete es nicht!

der Cerro de la Muerte erhielt seinen Namen in der Zeit, als man noch mit Ochsenkarren den beschwerlichen Weg vom Süden ins Hochland bewältigen musste.

Da wir gut im Zeitplan liegen, entschließen wir uns noch zu einem Abstecher nach Cartago und ins Orosi-Tal.  Cartago, am Fuße des noch tätigen Vulkans Irazú gelegen, war die erste dauerhafte Siedlung der Spanier und für 260 Jahre die Hauptstadt des Landes. Die Hauptsehenswürdigkeit ist die Basilica de Nuestra Señora de los Angeles, der Schutzpatronin Costa Ricas, Negrita geweiht ist. Wir halten für ein paar Bilder und machen uns dann auf den Weg ins nahe gelegene Orosi-Tal.

die Basilika von Cartago

Von Cartago aus fahren wir entlang der Carretera 224 eine 30 km lange Schleife um den Lago de Cachi. Hier im Orosítal wird vor allem Kaffee angebaut. Im malerischen Ort Orosí lassen wir uns in einem Restaurant Forellen und Tilapa, einen leckeren Süsswasserfisch servieren.

aus dem Jahre 1735, die Iglesia de San José de Orosí

Mittagsrast

Hängebrücke über den Orosífluss

der Traktor hat Kaffeebohnen geladen

Mirador Orosí, im Hintergrund der Stausee

Für die letzten 40 Kilometer von Cartago bis nach Alajuela benötigen wir sage und schreibe vier Stunden. Der Verkehr, der rund um San José herrschte, war chaotisch. An einer Kreuzung kam pro Grünphase gerade einmal ein Fahrzeug durch! So war es dann fast 20.00h, bis wir das BernaTica erreichten!!! Gottfried und Dora hatten glücklicherweise das Abendessen vorbereitet, auf dem Grill schmorten die saftigen Steaks.

Am Morgen verabschiedeten wir uns von Beatrice und Claude, die mit einem Taxi zum Flughafen abreisten. Sabine und ich waren auf die Maschine am Nachmittag gebucht, so konnten wir den restlichen Vormittag nutzen, letzte Einkäufe in einem nahen Einkaufszentrum zu tätigen.

Gegend um Alajuela

Dora und Gottfried        vom BernaTica

Nachdem wir unser Fahrzeug bei Europcar abgegeben hatten, trafen wir zwei Stunden vor Abflug am International Airport von San José ein. Delta Airline war auf die Minute pünktlich, doch verzögerte sich Abflug immer mehr. Geschlagene 1 1/2 Stunden warteten wir auf dem Rollfeld, bis der Flieger endlich Richtung Atlanta abhob. Aufgrund dieser Verspätung erreichten wir unseren Anschlussflug nach Paris nicht mehr und waren so gezwungen, eine Nacht in Atlanta zu verbringen.

unsere Maschine schwebt pünktlich in San José ein

Wir verbrachten die Nacht in einem der unzähligen Airporthotels. Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet gaben wir am Flughafen unser Gepäck auf und hatten so fünf Stunden Zeit, uns die Stadt anzusehen.

mit der "MARTA" fuhren wir in die Olympiastadt von 1996

der Nabel der Welt, was Nachrichten betrifft:         CNN - Zentrale im Herzen der Stadt

Hochhaus-fassaden in der Innenstadt

Vor der PhilipsArena steht diese Bronzestatue

Eine besondere Sportstätte ist der Georgia Dome, eine der größten Hallen weltweit. Unter seinem Dach befinden sich 71.250 Sitzplätze. Die größte Zuschauerzahl ist aus dem Jahre 1999 während eines Konzertes, hier trafen sich über 84.000 Menschen ein! Im Jahr zuvor lockte Michael Jordan und seine Chicago Bulls 62.000 Fans in die Halle - bis heute Ligarekord in der NBA. www.gadome.com

Georgia Dome

Roadsigns

Atlanta ist auch das "Home of Coca - Cola". Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, das Museum des bekanntesten Brausegetränks der Welt zu besichtigen. Auf mehreren Stockwerken bekommt man  die Erfolgsstory mittels Videos und unzähligen Ausstellungsstücken nahe gebracht.

World of        Coca Cola

im "Schankraum"

Coca - Cola Harley Davidson

Auf der Fussgängermeile Peachtree-Avenue kehren wir noch im "Hard Rock Cafe" zum Mittagessen ein, am späten Nachmittag heben wir dann endlich Richtung Europa ab.....

Tags darauf kommen wir in den frühen Morgenstunden in Paris Charles de Gaulle an, nach einem Bombenalarm am Flughafen verzögert sich der Flug nach Nürnberg nochmals, sodaß wir erst kurz vor Dienstbeginn in der Heimat eintreffen.

Fazit:     Mittelamerika war für uns "Neuland", hat uns aber von der ersten Stunde an in seinen Bann gezogen. Besonders Flora und Fauna werden in Erinnerung bleiben. Sicherlich ein Reiseziel, welches wir irgendwann wieder ansteuern werden!